Scharniere und Beschläge

Material und Eigenschaften von Rahmen und Verglasung sind nicht die einzigen wichtigen Aspekte bei der Wahl Ihrer Fenster. Griffe, Schlösser und vor allem Scharniere – kurz: die Beschläge – sind Elemente, die über Komfort, Lebensdauer und Funktionalität in der Nutzung entscheiden. Grund genug für uns, Ihnen einige Detail näherzubringen, auf die Sie bei Fensterbeschlägen achten sollten.

Das Herzstück des funktionalen Fensters: die Beschläge.

Wir verstehen unter „Beschlägen“ oder Armaturen die mechanischen Teile der Fensterkonstruktion, die Sie fürs Kippen, Öffnen und Schließen Ihrer Fenster und Türen nutzen. Daneben erfüllen Sie noch weitere Funktionen wie den Schutz vor Einbrechern – ein Punkt, für den wir bei Niggemeier|Broermann ja Experten sind. Grundsätzlich unterscheiden wir im Fensterbau Beschläge, die am Rahmen montiert sind (wie zum Beispiel Scharniere, die das Gewicht des Flügels tragen – oben das Scherenlager und unten Ecklager) von solchen, die am Flügel befestigt sind (wie etwa das Getriebe oder bei älteren Fenstern der Drehstangenverschluss, den Sie durch die Griffbewegung steuern oder der Scherenarm, der den Flügel von Dreh- auf Kippstellung umstellt). Ein Fenster, das diese Beschläge nicht hat, wird als feststehendes Fensterelement bezeichnet.

Auswahl und Installation von Beschlägen

Welches Fensterband ausgewählt, welche Beschläge wie montiert sind, hat einen entscheidenden Einfluss auf einzelne Leistungsmerkmale Ihres Fensters.

Bei uns können Sie aus Dreh-, Kipp-, Dreh-Kipp-, Hebe-Schiebe- und Schwenklösungen wählen – immer passend zu Ihren individuellen Wünschen, den Gegebenheiten des Raumes und der Nutzungshäufigkeit.

Beliebte Beschlagarten

Die heute gebräuchlichsten Beschläge sind verdeckt liegende Einhand-Beschläge: Ist das Fenster geschlossen, sehen Sie nur den Griff. Praktisch immer dabei sind Scherenarm und Drehstangenverschluss. Die „Gegenstücke“, Scharniere und Schließbleche, befinden sich am Rahmen und drücken den Flügel im geschlossenen Zustand gleichmäßig gegen den Rahmen. Nur so sind sie dicht und die Profile können sich nicht verformen. Als Profis in der Fenstermontage achten wir hierauf daher ganz besonders genau.

Zusätzliche Elemente und Funktionen

Wenn Sie Türen und Fenster austauschen, beraten wir Sie schon während der Planung, welche zusätzlichen Features Ihre Elemente in Sachen Komfort, Sicherheit und Funktionalität sinnvoll für Ihren Bedarf sind.

Wussten Sie übrigens, dass man Fenstergriffe früher als Oliven bezeichnet hat, weil ihre Form an die Früchte des Olivenbaums erinnerte?

 

gefragt – gewusst

FAQ – häufig gestellte Fragen und unsere Antworten

Die Widerstandsklassen (RC für engl. Resistance Class) sind seit 2011 nach DIN 1627 – 1630 definiert und reichen von RC 1 N bis RC 6 (früher WK 2 bis WK 6). Die wichtigsten:

RC 1 N: Verglasung frei wählbar, 3 Minuten Widerstandsdauer gegen Tritte & Stöße.

RC 2: 3 min. Widerstandsdauer gegen einfache Werkzeuge wie Schraubendreher, Zange und Bügelsäge.

RC 3: 5 min. Widerstandsdauer gegen stärkere Hebelwerkzeuge wie Brecheisen, Schlosserhammer und Handbohrer.

RC 4: Widerstandsdauer 10 min.

RC 5: Widerstandsdauer 15 min.

RC 6: Widerstandsdauer 20 min.

Die DIN EN 1627 klassifiziert die Einbruchhemmung von Fenstern, Türen, Fassaden und Gittern in die Widerstandsklassen RC 1 N bis RC 6. Sie löst die alten Bezeichnungen WK1 bis WK6 ab und ist international gängig. Beim Zusatz „N“ stellen sie keine Anforderungen an die Verglasung, sondern bieten nur Grundschutz am Rahmen. Ergänzt wird die Norm durch DIN EN 1628 (statische Prüfung) und DIN EN 1630 (dynamische Prüfung).

Nein – die beste Widerstandsklasse des Bauelements nützt Ihnen herzlich wenig, wenn der Einbau fehlerhaft ist. Eine fachgerechte und RAL-geprüfte Montage wie bei Niggemeier und Broermann ist entscheidend für echten Schutz.

Eine professionelle Fenstermontage nach dem RAL-Gütezeichen wie bei Niggemeier Broermann garantiert den fachgerechten und dichten Einbau von Fenster nach dem aktuellsten Stand der Technik. Dabei gilt das Prinzip „innen dichter als außen“, damit Feuchtigkeit aus der Fuge entweichen, aber keine Nässe eindringen kann.

Sie ist die maßgebliche deutsche Prüfnorm für einbruchhemmende Nachrüstprodukte an Fenstern und Türen. Sie stellt sicher, dass nachträglich installierte mechanische Sicherungen Gelegenheitsdieben mit einfachen Werkzeugen effektiv standhalten. Wir Fachleute unterscheiden sichtbare aufschraubbare Sicherungen (DIN 18104-1) und unsichtbar im Falz liegende Normteile (DIN 18104-2).

Niggemeier|Broermann
Klaus Niggemeier & Patrick Broermann

Wir können „nur“ Fenster und Türen – aber das richtig gut. Und machen alles möglich, was aus Glas und Holz, Alu oder Kunststoff geht.

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